Surbraten

Surbraten

Original Bayrisches Surbratl

Surbraten Rezept für den Bayrischen Klassiker. Der Surbraten kann klassisch im Bräter oder Römertopf geschmort, oder aber bei Niedrigtemperatur gegart werden. Einfach lecker! Für das typisch Bayrische Schmankerl wird das Bratenfleisch für mindestens 3 Wochen in der sogenannten Sur eingelegt. Doch die Wartezeit lohnt sich! Nach dem Suren ist das Fleisch nämlich besonders zart und geschmacksintensiv und hat durch den Surprozess eine intensive rötliche Färbung angenommen. Das Surfleisch kann nun zu Surbraten oder aber auch zu Schinken weiterverarbeitet werden. Aus Surfleisch kann man auch a typisch Bayrisches Geselchtes herstellen. Dabei handelt es sich um im Kamin oder Räucherofen Geräuchertes Surfleisch. Einfach sau guad!

Fleisch Suren

Traditionelles Suren

Beim Suren wird das Surfleisch mit Salz und Gewürzen eingerieben und kommt anschließend zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch, Wachholderbeeren und Lorbeerblättern in ein Surfass. Alternativ kannst Du ein Krautfass oder einen großen Steinguttopf verwenden. Eine ausführliche Anleitung zum Suren findest Du hier. Während des Surens entzieht das Salz dem Fleisch Wasser. Dabei entsteht die typische Surflüssigkeit. Diese Surtechnik wird auch als Trockensuren bezeichnet. Das Suren war in Europa für Jahrhunderte die einzige Möglichkeit Fleisch für längere Zeit haltbar zu machen. Heute fast in Vergessenheit geraten, hat damals hingegen fast jeder Haushalt ein Surfass zum Einlegen von Fleisch besessen.

Suren mit Salzlake

Hier wird das Fleisch in einer Mischung aus Salz und Wasser eingelegt. Dadurch ist das Fleisch wesentlich schneller küchenfertig, es schmeckt jedoch nicht so intensiv und ist auch nicht ganz so zart wie beim traditionellen Suren. Statt einem Surfass werden für dieses Verfahren meist lebensmittelechte Boxen verwendet, die luftdicht verschlossen werden können. Auf diese Art wird mittlerweile auch in den meisten Metzgereien das Fleisch gesurt. Falls ihr also nicht so lange warten wollt, fragt einfach beim Metzger eurer Wahl nach, ob er Fleisch für Surbraten im Angebot hat. Außerhalb Bayerns wird es jedoch etwas schwieriger fündig zu werden, aber es lohnt sich auf jeden Fall anzufragen. Neben Bayern, ist Surfleisch auch in Österreich und Tschechien verbreitet. Die Grundtechnik des Einsalzens und Einlegens ist jedoch schon seit über Tausenden Jahren bekannt und stammt vermutlich aus Asien.

Zutaten

1 kg Surfleisch vom Schwein
500 ml Fleischbrühe, Bier oder Wasser
50 g Schweineschmalz
5 Knoblauchzehen
2 Kartoffeln
2 Zwiebeln
2 Möhren
Schwarzer Pfeffer
Majoran
Kümmel

Anleitung

Vor der Zubereitung muss der Surbraten mit reichlich Wasser abgespült oder eine Weile im Wasserbad gewässert werden, da er sonst zu salzig ist. Anschließend trocken tupfen, Schweineschmalz in einer großen Pfanne oder einem Bräter erhitzen und den Surbraten von allen Seiten kräftig anbraten.

Währenddessen die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und vierteln. Kartoffeln und Möhren waschen und in grobe Stücke schneiden.

Das Gemüse in einen Bräter geben und den Surbraten darauf setzen. Alternativ einen Römertopf oder ähnliches verwenden. Für eine ganz puristische Surbraten Version aus Omas Zeiten kannst Du das Gemüse bis auf die Kartoffeln auch weglassen. In den auf 200 Grad Celsius vorgeheizten Backofen geben und für etwa 30 Minuten braten lassen.

Anschließend mit etwas Bier, heißem Wasser oder Brühe aufgießen. Mit Schwarzem Pfeffer, Majoran und Kümmel würzen. Auf Salz kann verzichtet werden, da der Surbraten selbst schon recht salzig ist und beim braten genug Salz an die Sauce abgiebt. Für weitere 30 bis 60 Minuten im Ofen schmoren lassen. Dabei ab und an Flüssigkeit aufgießen. Alternativ kannst Du den Surbraten auch bei Niedrigtemperatur zubereiten. Hierfür den Braten direkt nach dem anbraten in den nur etwa 100 bis 120 Grad heißen Ofen geben. Für 3 bis 4 Stunden schmoren lassen und ebenfalls ab und an aufgießen.

Das Fleisch aus dem Bräter nehmen. Außen ist der Braten braun und knusprig. Doch wenn man den Surbraten in Scheiben schneidet . . .

Bayrischer Surbraten

. . . fällt auf, dass er im Inneren super zart und schön saftig ist. Auffallend ist auch die rötliche Färbung.

Surfleisch Braten

Je länger das Fleisch eingesurt war, desto intensiver ist die Färbung. Dies wird auch als Umröten bezeichnet. Wie man an der Farbe erkennt war unser Stück also sehr lange eingesurt.

Surbraten selber machen

Die Sauce abschmecken, eventuell noch mit etwas Mehl andicken oder die Kartoffeln zerdrücken und damit die Sauce andicken. Den Braten zusammen mit der Sauce servieren. Als Beilage zum Original Bayrischen Surbratl Knödel oder Klöße und Sauerkraut oder Blaukraut reichen. An Guadn!

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